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Viel Bewegung beim sechsten Frauensporttag
Osterode (pb). Der Kreissportbund Osterode (KSB) hatte zu seinem bereits sechsten Frauensporttag – wie der Name schon sagt – ausnahmslos Vertreterinnen des weiblichen Geschlechts geladen, die Vielfältigkeit des Breitensports innerhalb von insgesamt 35 Workshops kennen zu lernen oder auszuprobieren. Und es waren weit über 100 Vertreterinnen fast aller Altersgruppen, die in der Lindenberghalle, in den Hallen des Gymnasiums, auf dem Schulhof, an der Söse, im Hallenbad oder im Injoy dabei sein wollten.
Eingangs hatten auch zwei Herren Zutritt zu der sportlichen Veranstaltung. Es waren der Vorsitzende des KSB, Hartmut Heise, und Osterodes Bürgermeister Klaus Becker. Erstgenannter betonte, dass er als Alibi-Mann sich sehr über die große Zahl von aktiven und motivierten Frauen freue. Sie seien schließlich jene, welche Schwerpunktangebote in jeden einzelnen Verein hineintrügen.
Als Zeichen der Anerkennung überreichte er den beiden Powerfrauen und Organisatorinnen, Doris Krämer-Armbrecht, der Beauftragten für Frauen im Sport, und Petra Graunke, Service-Assistentin beim KSB, ein blumiges Dankeschön.
Helga Klages, Vorsitzendes des Kreistags, kam in Vertretung von Landrat Bernhard Reuter und als Hausherrin. Sie mahnte an, dass der Frauensporttag diejenigen ermutigen soll, die sich – aus welchem Grund auch immer – bisher noch nicht trauten, sich sportlich zu betätigen oder einem Verein anzuschließen. An diesem Tag sei aber die Möglichkeit gegeben, die verschiedensten Sport- und Bewegungsarten kennen zu lernen. Sie wünschte allen „Frischlingen“ und „alten Hasen“ einen interessanten und erfolgreichen Tag, und dass alle mit der Erkenntnis nach Hause gehen mögen, dass sie in der Vergangenheit – sportlich gesehen – schon sehr viel verpasst hätten.
Sie erinnerte aber auch daran, dass vor 100 Jahren eine derartige Veranstaltung schlicht undenkbar gewesen sei. Schließlich habe es da noch geheißen, dass Sport unfruchtbar mache. Sie habe in der Literatur nachgeschlagen und Interessantes nachgelesen: Damals habe der Mann der Frau leichte Gymnastik sowie Bogenschiessen und Fechten zugetraut, da diese Sportarten für eine gute Haltung sorgten. Auserwählte Frauen hätten sogar reiten dürfen, da Mann angenommen habe, diese Pferdesportart wirke gegen Bleichsucht und Hysterie. Mittlerweile sei der Sport glücklicherweise zu einem ganz wichtigen Bestanteil des alltags geworden, ganz zu schweigen von dem gesundheitlichen Aspekt.
Der zweite „Alibi-Mann“, Klaus Becker, gab das Versprechen schnell wieder zu verschwinden, damit die Frauen richtig lospowern könnten. Er erinnerte daran, dass er selbst erst vor einigen Jahren die gesundheitliche Wichtigkeit des Sportes entdeckt habe und ihn jetzt nicht mehr missen wolle. Er wünschte allen viel Spaß bei dem vielfältigen Angebot und machte sein Versprechen wahr.
Die Landfrauen waren übrigens erstmals zugegen. Sie sorgten mit gesunden Speisen und Getränken dafür, das ordentlich gefrühstückt und zu Mittag gegessen werden konnte. Das DRK wiederum war traditionell vorsichtshalber angereist.
Nach den Grußworten hatten dann die sportlichen Aktivitäten das Sagen. Die einen testeten die Aqua Power an, die anderen den Bauch- oder anderen Tanz an. Kickboxen stand für Anfänger und Fortgeschrittene ebenso auf dem Plan, wie Pilates, Yoga, Zirkeltraining und vieles andere mehr.
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